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Schüler üben stabile Seitenlage
Schüler üben die stabile Seitenlage

10.000. SchülerInnen aus dem Kreis Steinburg ausgebildet

Bereits zum achten Mal bietet das Klinikum Itzehoe mit Unterstützung der RKiSH und dem DRK in 15 Schulen im Kreis die Wiederbelebungskurse „Schüler retten Leben“ an. Vom 5. bis 17. Februar 2025 lernen in diesem Jahr rund 1.700 SchülerInnen, Leben zu retten.

Das Klinikum Itzehoe blickt in diesem Jahr auf die stolze Zahl von 10.000 ausgebildeten SchülerInnen und feiert dieses Ereignis mit dem Schirmherr, Wacken Co-Gründer Holger Hübner, den Teilnehmenden und Organisatoren der Aktion sowie Frau Lea Burmeister, die Schülerin der ersten Stunde im Sophie-Scholl-Gymnasium war. Das SSG gehörte 2016 neben der KKS, der AVS und der Klosterhof Schule zu den ersten teilnehmenden Schulen des Kreises. Lea Burmeister hat ihr Wissen aus dem Wiederbelebungskurs bereits in der Realität anwenden können und ist heute Auszubildende in der Physiotherapieschule am Klinikum Itzehoe.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie sterben jedes Jahr rund 65.000 Menschen in Folge eines plötzlichen Herzstillstandes. Viele Todesfälle wären jedoch vermeidbar, wenn Ersthelfer unmittelbar mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen würden.

Laut Untersuchungen verringert sich mit jeder Minute, die vom Herzstillstand bis zum Beginn der Reanimationsmaßnahmen vergeht, die Überlebenswahrscheinlichkeit um zehn Prozent. Oder positiv ausgedrückt: Wird in den ersten fünf Minuten mit den Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen, überleben mehr als die Hälfte der Patienten ohne spürbare Beeinträchtigungen.

„Daher ist es so wichtig zu wissen, was im Falle eines Herzstillstandes zu tun ist“, sagt Dirk Zöllner. Zöllner ist Intensivfachpfleger am Klinikum Itzehoe und quasi der Vater der Aktion „Schüler retten Leben“ im Kreis Steinburg. „Erwachsene trauen sich oft nicht zu helfen. Kinder und Jugendlicher sind meist unbefangener. Daher setzen wir bereits bei den Jugendlichen an“, erklärt Zöllner die Idee und ermutigt auch Erwachsene ihre Scheu abzulegen. „Das einzige, was man verkehrt machen kann, ist es, nichts zu tun.“ Wichtig ist es, eine Herzdruck-Massage vorzunehmen. Eine zusätzliche Beatmung erhöht das „Outcome“ des Patienten. Daher sollte wenn möglich auch eine Beatmung vorgenommen werden (Algorithmus 30 * drücken / 2 * beatmen).

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